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25. Juni 2013

Mondsee-Tagung 2013: Kieferorthopäden für IOTN-Einführung in Österreich

Der Index of Orthodontic Treatment Need wird in zahlreichen europäischen Ländern schon seit Jahren angewandt – IOTN stellt fest, ob eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist

Die Mitglieder des Verbands Österreichischer Kieferorthopäden (VÖK) trafen sich kürzlich in Mondsee zu einer Tagung. Themen waren die Therapie schwieriger kieferorthopädischer Fälle sowie die Frage, wie man die Behandlungsnotwendigkeit von Zahn- und Kieferfehlstellungen beurteilen kann. „In zahlreichen europäischen Ländern, unter anderen in Deutschland in abgewandelter Form, ist der Index of Orthodontic Treatment Need seit Jahren eine erfolgreich angewandte Graduierung“, erläuterte VÖK-Präsident DDr. Martin Brock. Der IOTN besteht aus einer funktionellen und einer ästhetischen Komponente. Im funktionellen Bereich gibt es fünf Grade: Grad 1 heißt, dass keine Behandlung notwendig ist, Grad 4 und 5 stehen für dringenden Behandlungsbedarf.

Der IOTN ziele weder auf die Art und Komplexität einer Fehlstellung, noch auf den Behandlungsaufwand ab. Brock: „Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wahrscheinlich eine Fehlstellung im späteren Leben die Gesundheit beeinträchtigen kann. Der Grundgedanke ist prophylaktisch. Das macht diese Klassifizierung nicht nur für Patienten, sondern vor allem auch für die Verantwortlichen in der Gesundheitspolitik und in der Sozialversicherung wichtig.“  Der Grund: Dank IOTN könne aus Sicht der Sozialversicherung besser erkannt werden, ob eine kieferorthopädische Behandlung für einen Patienten überhaupt notwendig ist. „Wir plädieren dafür, das Thema Klassifizierung in der aktuellen Diskussion um den veralteten Leistungskatalog aus dem Jahr 1957 zu berücksichtigen“, sagt Brock.

Über den Verband Österreichischer Kieferorthopäden

Der Verband Österreichischer Kieferorthopäden (VÖK) bemüht sich seit seiner Gründung im Jahr 1998, durch Qualitätsprüfungen und Fortbildungen sicher zu stellen, dass auch in Österreich hochqualifizierte kieferorthopädische Behandlungen nach dem Stand der Wissenschaft durchgeführt werden. Überdies fordert der VÖK die staatliche Anerkennung der universitären Fachzahnarztausbildung für Kieferorthopädie. Präsident DDr. Martin Brock: „Österreich und Spanien sind die einzigen Länder der EU, in denen es keine geregelte Ausbildung im Sonderfach Kieferorthopädie gibt.“ Der VÖK vereint aktuell rund 230 Mitglieder aus allen Bundesländern.

Die nächste Mondsee-Tagung findet am 11. und 12. April 2014 statt.


Für Rückfragen:
DDr. Silvia M. Silli

Waidhausenstrasse 11
1140 Wien

Tel.: +43 (1) 914 90 90
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