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Editorische Notiz zur Schreibweise männlich/weiblich
Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf eine durchgängige Nennung der männlichen und weiblichen Bezeichnungen verzichtet wurde. Selbstverständlich beziehen sich alle Texte in gleicher Weise auf Männer und Frauen.

Vorbemerkungen zum Spezialgebiet Kieferorthopädie und Orthodontie
Diagnose und Therapie komplexer Zahn- und Kieferfehlstellungen erfordern umfangreiches theoretisches Fachwissen. Zudem verlangt das Erlernen der manuellen Fertigkeiten eine mehrjährige praktische Tätigkeit unter der Aufsicht erfahrener Kieferorthopäden, denn kieferorthopädische Behandlungen erstrecken sich durchschnittlich über einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren.

Während des Zahnmedizin-Studiums kann in der Kieferorthopädie nur theoretisches Basiswissen und keine Praxis vermittelt werden. Daher gibt es seit Jahrzehnten europa- und weltweit nach dem Studium der Zahnheilkunde die Möglichkeit einer vertieften Ausbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie (meist in Form einer drei- bis vierjährigen universitären Ausbildung).
Mehr Informationen siehe unter http://www.efosa.eu/

In Österreich (neben Spanien das Schlusslicht Europas) gibt es bis heute keine staatlich geregelte und offiziell anerkannte Ausbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie. Dennoch gibt es genügend Spezialisten, die freiwillig eine vertiefte Ausbildung im In- und Ausland absolviert haben.

Aufgrund der fehlenden staatlichen Anerkennung und aufgrund des geltenden Zahnärztegesetzes ist es Spezialisten in Österreich nicht gestattet, eine auf ihre vertiefte Ausbildung hinweisende Bezeichnung zu führen. Österreichs Patienten ist es daher nicht möglich, zu erkennen, ob es sich um einen Zahnarzt mit theoretischem Basiswissen oder einen Spezialisten mit vertiefter Ausbildung handelt.

Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich der Verband Österreichischer Kieferorthopäden entschlossen, im Mitglieder-Verzeichnis diejenigen Mitglieder mit „Buttons" zu versehen, die eine besonders umfangreiche kieferorthopädische Ausbildung absolviert haben. Die nachstehende Legende dient zur Erläuterung der unterschiedlichen Kennzeichnungen.

EBO-Logo sm EBO (European Board of Orthodontists)
Eine Mitgliedschaft im European Board of Orthodontists ist der höchste internationale kieferorthopädische Qualifikationsnachweis. Das EBO bietet allen einschlägig ausgebildeten und engagierten Kieferorthopäden Europas die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten „auf neutralem Boden" durch ein international besetztes Experten-Komitee überprüfen zu lassen. Um Mitglied im „board of excellence" zu werden, muss eine umfangreiche freiwillige praktische und theoretische Prüfung nach strengem Regelwerk abgelegt werden.

Mit dem Erhalt der EBO-Mitgliedschaft hat jeder Kollege auf freiwilliger Basis seine fachliche Kompetenz, kieferorthopädische Behandlungen mit exzellenter Ergebnisqualität nach dem Stand der Wissenschaft durchführen zu können, unter Beweis gestellt.

Mehr Informationen unter www.eoseurope.org

abo sm ABO (Austrian Board of Orthodontists)
Eine Mitgliedschaft im Austrian Board of Orthodontists ist der höchste nationale kieferorthopädische Qualifikationsnachweis. Das ABO bietet allen engagierten kieferorthopädisch tätigen Kollegen die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten „auf neutralem Boden" durch ein national und international besetztes Experten-Komitee überprüfen zu lassen. Um ABO-Mitglied zu werden, muss eine umfangreiche freiwillige praktische und theoretische Prüfung nach strengem (notariell begleiteten) Regelwerk abgelegt werden.

Mit dem Erhalt der ABO-Mitgliedschaft hat jeder Kollege auf freiwilliger Basis seine fachliche Kompetenz, kieferorthopädische Behandlungen mit sehr guter Ergebnisqualität nach dem Stand der Wissenschaft durchführen zu können, unter Beweis gestellt. Aufgrund der hohen Anforderungen ist das ABO einer Fachzahnarzt-Ausbildung gemäß EU-Richtlinie 2005/36/EG als gleichwertig anzusehen.

Mehr Informationen unter www.voek.info/images/stories/downloads/2013_12_20_Best%C3%A4tigung_Jost-Brinkmann.pdf ABO RICHTLINIEN 2014.pdf

EBO prov sm EBO provisional
Junge Kollegen, die eine Vollmitgliedschaft im EBO anstreben, jedoch noch keine ausreichend lange praktische Erfahrung vorweisen können, haben seit einiger Zeit die Möglichkeit, einen Teil der EBO-Prüfung (2 von insgesamt 8 Patienten-Präsentationen und theoretische Prüfung) direkt nach Abschluss ihrer Ausbildung abzulegen. Diese ebenfalls freiwillige Prüfung findet vor derselben international besetzten Experten-Kommission wie die Prüfung zur EBO-Vollmitgliedschaft statt.

Mit dem Erhalt der EBO-provisional Mitgliedschaft belegen junge Kollegen ihre hervorragende Ausbildung und ihre praktischen Fähigkeiten, kieferorthopädische Behandlungen mit sehr guter Ergebnisqualität nach dem Stand der Wissenschaft durchführen zu können.

Mehr Informationen unter http://www.eoseurope.org/ebo/EBOBOOK20134thVERSION-web.pdf (Seiten 20-21)

NEBEOP sm NEBEOP (Network of Erasmus Based European Orthodontic Postgraduate Programmes)
Um die Ausbildung im Fach Kieferorthopädie strukturell und qualitativ europaweit zu optimieren, wurde 2008 unter der Schirmherrschaft der European Orthodontic Society (EOS) das NEBEOP gegründet. Es handelt sich dabei um europaweit einheitliche Ausbildungsprogramme, die von international anerkannten Experten überwacht und zertifiziert werden. Kollegen mit dem Button „NEBEOP" haben eines dieser Programme absolviert und ihre Ausbildung mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen.

Mehr Informationen unter NEBEOP Bylaws

EU FZA sm EU Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
In allen EU-Ländern ausgenommen Österreich und Spanien gibt es seit vielen Jahrzehnten eine staatlich geregelte, mindestens dreijährige universitäre Ausbildung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie nach dem Studium der Zahnmedizin. Die Studierenden werden nach einem strukturierten Ausbildungsprogramm und unter der Aufsicht erfahrener Kieferorthopäden theoretisch und praktisch am Patienten ausgebildet. Das Studium wird mit einer praktischen und theoretischen Abschlussprüfung beendet. Die Ausbildung der EU-Fachzahnärzte für Kieferorthopädie muss gemäß EU-Richtlinie 2005/36/EG in allen Staaten der EU anerkannt werden.

Mehr Informationen unter
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2005:255:0022:0142:de:PDF
www.voek.info/images/stories/downloads/2013_12_20_Best%C3%A4tigung_Jost-Brinkmann.pdf

3J Klinik sm 3 Jahre Klinik
Trotz der in Österreich bislang fehlenden staatlich anerkannten Ausbildungsmöglichkeit zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie gab und gibt es seit Jahrzehnten die Möglichkeit einer vertieften kieferorthopädischen Ausbildung an den Universitäten Graz, Innsbruck und Wien. Kollegen mit dem Button „3 Jahre Klinik" haben unter der Leitung von erfahrenen Kieferorthopäden eine dreijährige sowohl theoretische als auch klinische Vollzeit-Ausbildung an einer kieferorthopädischen Abteilung absolviert.

MSc sm MSc of Orthodontics
Von manchen staatlichen und privaten Universitäten werden seit einigen Jahren berufsbegleitende, theoretische kieferorthopädische Aufbaustudien angeboten. Diese Master-Studiengänge ermöglichen praktizierenden Zahnärzten, neben ihrer beruflichen Tätigkeit ihr kieferorthopädisches Wissen durch modulmäßig aufgebaute theoretische Kurse zu vertiefen. Das Studium wird mit einer Abschlussprüfung und einer wissenschaftlichen Arbeit (Master-Thesis) abgeschlossen.

Mehr Informationen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kieferorthop%C3%A4die
http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/kieferorthopaedie/